Mit Schweineohr und Spielzeug im Korb schläft es sich prima
Wir haben uns nach langen Gesprächen für einen Hund entschieden. Das
es ein Parson Jack Russel sein wird, war uns schon lange klar, nur das
wann musste noch geklärt werden, da Martin absolut keine Hundeerfahrung
hatte und auch unsicher war, ob er Hundeliebhaber werden würde. Ich bin Hundeliebhaber durch und durch und ganz speziell Parson Jack Russel sind meine Lieblinge.
Welpen sind wirklich unheimlich niedlich, sie fühlen sich auch ganz toll an, sind weich, so tapsig, man will sie beschützen, aber es ist auch ein schönes Gefühl wenn sie größer werden, weil man viele Dinge überstanden hat, die einem das Leben auch zur Hölle gemacht haben. OK man schmunzelt über viele Sachen im Nachhinein, aber Pepper ist jetzt fast 9 Monate alt und es ist auch phantastisch mit ihm, obwohl er nicht mehr so winzig ist.
Pepper wurde am 29.11.2008 geboren und der Wettlauf, um den Kleinen begann am 13.01.2009 und wurde erfolgreich von uns am 14.01.2009 abgeschlossen. Pepper zog bei uns ein und das Leben änderte sich schlagartig. Pepper hieß vorher Charly, wir haben ihm einen anderen Namen gegeben und er passt perfekt zu ihm. Na gut ab und an hat er noch andere Namen, je nach seiner Tagesform, PalimPalim, Binibani,Terrorist, Schatzi, Milchzahnrocker, Futzi, Pupsi, Bahnhofspenner, Klappspaten, Randalebruder usw.
Wie
man aus den Bildern erkennt, braucht ein kleiner Welpe erst mal viel
Schlaf, denn so ein Umzug kann schon mal Aufregend sein. Keiner darf jetzt denken, oh wie schön , er schläft also viel, so gesehen richtig, nur der Hund schläft nie, wenn man selbst müde ist, das kann zu einem großen Problem werden.
Die erste Nacht war ruhig, wenn man das wischen gegen 2.30 vergisst, obwohl ich mir alle 2 Stunden. den Wecker gestellt habe und mein Mann und ich mit Pepper abwechselnd raus sind. Man härtet sich auch ab, wenn man sich einen Hund im Winter zulegt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wenn man Nachts leicht bekleidet bei -10 Grad, aber gefühlten -30 Grad im Garten steht und den Hund anfleht, das er sein Geschäftchen macht.
Ebenso hilfreich ist ein Glöckchen, das man dem Hund im Schlaf um den Hals legt, bei uns war es das Hasenglöckchen vom Osterhasen.So nimmt man die kleinste Bewegung wahr und kann sofort reagieren und aufspringen
Der 1. Tag beginnt damit, dass er absolut gründlich seine Umgebung untersucht, Er nimmt alles in die Schnauze und jetzt beginnt das Erziehen. Der Korb steht auch an einem perfekten Platz, so meinte ich das jedenfalls, vertraut eurem Hund am Anfang nicht, dass wenn er ruhig liegt er auch schläft. Nein was für ein Irrtum, denn in einem Moment des nicht Beobachten, ist die Tapete auch schon ab. Stellt sich mir dann auch die Frage, wozu braucht der Hund einen Korb? Er kommt doch sowieso mit auf das Sofa.
Über Geld spricht man ja nicht, aber das ist ein Punkt der nicht unerwähnt bleiben sollte. Das was der Hund selbst Kostet lassen wir mal beiseite, wir schreiben mal über die Umbaukosten, die in jedem Fall entstehen. Der Garten, wird in Tagelanger Knochenarbeit umgebaut, genauer , es wird ein ausbruchsicherer Zaun aufgestellt, davor eine Hecke gepflanzt und hinter diese Hecke noch Rasenkantensteine. Kosten ca. 2.500,00€ Im Auto wird ein sicheres Gitter eingebaut, das wirklich was aushält. Kosten ca.54,00€ Es werden 2 Körbe angeschafft, Spielzeug, was immer wieder ersetzt werden muss, Halsbänder, Leinen, die auch immer wieder neu gekauft werden, da die Industrie für ganz kleine Hunde nur so hässliche hat und die dann auch nicht mehr passen, ab einer gewissen Größe kommen dann die Geschirre. Hinzu kommen noch Tierarzt-kosten, Futter-kosten, Steuer, Versicherung, Decken, Hundebox, 2 Planschbecken , nicht zu vergessen der Schnick Schnack der auch sein muss. Wir besuchen auch noch die Hundeschule mit einem monatlichen Beitrag von 55,00€uronen, Zusatzkurse je nach Angebot meistens um die 40,00 €. Über den Daumen geschätzt sind wir bei guten 3.200€ , aber wir hätten noch mal so viel ausgegeben, für unseren süßen. Absolut nicht mit berechnet sind die Dinge die im Laufe der Zeit zerstört werden. Es dreht sich um Schuhe, Socken, Pflanzen,Kissen,Stifte, Fußmatten und Ausbesserungsarbeiten im Garten.
Ach ja, da waren ja noch die 3 Dinge die man sich vorgenommen hat, die der eigene Hund in jedem Fall so schnell wie möglich beherrschen sollte. Der Welpe hat, wenn er sein neues Reich kennengelernt hat, so eine Art Bau verhalten.Dass heißt, er entfernt sich nur ungern, von der Behausung, was natürlich Gassi gehen schwierig macht. Wir haben ihn ein paar Hundert Meter getragen und sind dann mit ihm zurückgelaufen, aber nicht zu lange, denn so große Strecken legt er noch nicht zurück. Das klappte wunderbar.
Hinzu kommt, dass man nur noch Funktionskleidung anzieht, die schmutzig werden kann und die man immer sauber bekommt. Das man jeden zweiten Tag waschen muss und schon festlich gekleidet ist, wenn man nur eine saubere Jeans anhat und keine angeknabberten Schuhe. Ebenso haben wir jetzt eine Fuselbürste, wir haben Jahre lang ohne sie gelebt.
Gleich am ersten Tag haben wir angefangen dem Hund seinen Namen beizubringen. Wir haben uns gegenüber aufgestellt, natürlich mit Leckerli, was ein absolutes Muss ist und immer seinen Namen "Pepper" gerufen, wenn er angelaufen kam, gab es eine Belohnung. Den Namen einem Hund beizubringen ist eine der leichten Übungen, das ging schnell und ohne Probleme.
Die beiden Süßen .
Maja
Unsere Maja haben wir ja schon vorgestellt und das Zusammenleben ändert sich schon etwas. Sicherlich ist es egal, ob man mit einem Hund eine Runde läuft, oder einen zweiten dabei hat. Maja ist ein Mädchen und das heißt auch ein wenig Zicke steckt in ihr. Pepper und Maja teilen sich fast alles, vom Fressen, den Schlafplatz, oder den Schlafplätzen, die Leckerlis, nur in einer Sache versteht Pepper keinen Spaß, dem Spielzeug. Das verteidigt er mit einer Energie, dass Maja dann doch mit der zeit aufgibt.
Die erste Nacht mussten wir bei Majas Einzug getrennt schlafen, da die Hunde eine Art Polonaise um das Bett liefen, dass keiner ein Auge schließen konnte. Hinzu kam, dass Pepper alles verteidigte, worauf er so springen konnte, es ging also über Tisch und Bänke. Der nächste Morgen war dann schon wesentlich entspannter. Die erste Woche kann man als beschnuppern bezeichnen, denn jetzt läuft alles zwischen den beiden prima.
Maja knurrt nur immer, wenn sie schläft und so richtig müde ist jeden an, wenn sie sich gestört fühlt. Das kann schon mal eine Zeitung sein die raschelt, dann geht sie auf die Zeitung los und knurrt dabei. Ich wollte mal einen Pudding essen und beim aufreißen des Deckels wurde sie wach und knurrte wie verrückt den Pudding an.
Auch Pepper muss dann daran glauben, wenn er auf das Sofa springen will, auch dann fühlt sie sich gestört und rennt knurrend auf ihn zu. Das ist aber nur wenn sie beim schlafen ist, mal sehen wann sich dieses legt.
Das allein sein mit Pepper klappte vom ersten Versuch an. Ein klein wenig hat sie gejammert, aber dadurch das sie ja nicht allein ist und Pepper ja sehr ruhig und entspannt liegt, beruhigt sie sich auch immer sehr schnell.
Maja macht beim spielen so einen Radau, dass man sein eigenes Wort nicht versteht. Wir verbuchen das mal als Jugendlichen Leichtsinn, denn Pepper ist mit dem Tag des Einzuges schlagartig erwachsen geworden, dass wir manchmal unseren Hund nicht wieder erkennen.
Großen Unterschied gibt es im Fressverhalten, denn Maja haut in diesen Napf, als gäbe es kein Morgen mehr. Wirklich, man kann sich das kaum vorstellen, der Napf bewegt sich von Links nach Rechts, wieder nach Links, dann wieder Rechts, unfassbar. Pepper frisst dabei in einer Ruhe, dass Maja weit aus früher fertig ist und bei Pepper mit fressen will. Das lässt er aber dann doch nicht zu.
Was man gar nicht vermisst hat, ist das Stubenrein bekommen von Hunden. Jetzt geht die Rennerei wieder los und mir kommt es bei Maja schlimmer vor, oder wir haben es fast vergessen wie dramatisch das mit Pepper war.
Abschließend kann ich schreiben, dass es Pepper gut tut einen Hundekumpel zu haben, er spielt, schmust, schläft und rauft mit Maja und die kleine orientiert sich stark an Pepper. Sie läuft ihm immer hinter her, ob im Feld oder zu Hause und die beiden bilden ein schönes Team.
So sieht es immer bei Maja aus.
Pepper hingegen Vorbildlich.
Und jetzt was ganz süßes! Maja mit ihren Geschwistern und der Mama.
Ganz rechts liegt die süße. Die Mama ist von Mc Allister`s Light MY Fire.
Wieder ganz rechts, sieht schon etwas runder aus.
Maja und Schwesterchen Polly, noch im "Kinderzimmer".