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Man informiert sich, ließt Bücher, fragt Hundebesitzer aus, man macht sich komplett schlau, nur die Wirklichkeit sieht oft anders aus.
Man sieht Tiersendungen und macht sich lustig, über verzogene Hunde an denen die Tierprofis feilen.
Pepper ist nun da, dass kleine "Grauen", aber wir lieben ihn von der ersten Sekunde an, klein, süß, verschmust, total niedlich, also perfekt.
Selbst fängt man vorher an sich zu Überlegen, was man erreichen will bei dem eigenen Hund.
Für uns stand fest, er muss stubenrein werden,er muss alleine bleiben können, ohne das ganze Haus zusammenzubrüllen und er muss, wenn man seinen Namen ruft zu einem kommen.
Die ganz normalen Haushaltsarbeiten werden nun zum Abenteuer und ich versuche diese mal zu schildern.
Wir haben deutlich mehr Haushaltsreiniger, seit dem Pepper da ist, das steht schon mal fest.
Die ganzen Bekämpfungsmittel die bei sämtlichen Tiermärkten angeboten werden kann man vergessen, da ein Spray überhaupt nicht hilft, wenn der Hund sich in den Kopf setzt, da pinkel ich mal ran.
Unnötiges Geld ausgeben, kann ich da nur sagen, spart es lieber ihr benötigt es für andere Dinge.

Staubsauger: Pepper meint , dass ist ja ne coole Sache, auf dem Ding kann man ja sitzen und sich  durch die Wohnung ziehen lassen. Bis zum dem Tag, als Pepper unser zu Hause betrat, habe ich nie die Zusatzschläuche und Düsen benötigt, die ein Staubsauger in seiner oberen Klappe hat. Nun weiß ich wozu die alle dienen, dank Pepper.

Waschmaschine: Pepper meint, oh wie spannend, da dreht sich ja was und wenn sie leer ist, passe ich sogar rein. Anschließend die Wäsche aufzuhängen wird ebenso ein Kraftakt, es wird an die Socken gesprungen, sich darin fest gebissen, bis sich die Klammer löst und nach oben schnippt.
Pepper ist dann hin und her gerissen, ob er die Klammer frisst, oder die Socke, natürlich an einer unzugänglichen Stelle für das Frauchen. Nun ein Tipp von mir, schließt die Klappe der Waschmaschine immer, wenn sich schmutzige Wäsche darin befindet, es kann echt peinlich werden, wenn der Hund eine schmutzige Unterhose an den Esstisch bringt und Besuch daran sitzt und man dem Hund hinterher jagt, um ihm diese abzunehmen.

Geschirrspüler:Pepper meint, toll eine Klappe die sogar wippt, wenn man rauf und runter springt.


Wenn man konsequent hinter einem Welpen hinterherläuft und es einem egal ist, ob das Essen anbrennt, oder man den Schluss eines spannenden Films  verpasst, oder man sich fast selber in die Bucks macht, dann schafft man es den Hund davon abzuhalten das er die Wohnung zerlegt.
Gut alles schafft man nicht, denn Pflanzen sind meist unten rum kahl und wenn diese noch auf Pflanzen-rollern stehen, gibt es für den Hund kein Halten mehr, die werden mit Vorliebe durch die Gegend geschoben.

Stubenrein:Ein großes Thema bei uns im Hause Tischler und das sollte so schnell wie möglich gelöst werden. Ich habe ja viel in Hundebüchern gelesen, auch das es gar nicht so lange dauert, bis der Hund rein wird. Wunderbar sagte ich zu mir, also doch kein Problem. Oder Jack Russel Besitzer schrieben in ihrer Homepage, es dauerte nur 2-3 Wochen.In Fachbüchern habe ich auch gelesen, dass es hilfreich ist die Wohnung mit Zeitungen auszulegen, Hm stellen sie sich einen verspielten Welpen vor und dann versuchen sie mal Zeitungen auf dem Boden zu verteilen. Es ist absolut nicht zu schaffen, ohne die Zeitungen gleich festzunageln. Vergesst diesen blödsinnigen Tipp. Ich war voller Optimismus, dass ich das ja dann fix schaffe. Natürlich war es nicht so.

Pepper brauchte 5 Monate bis ich absolut sicher mit ihm Freunde und die Familie besuchen konnte, ohne das was passiert. Die Nächte sind nicht das Problem, nur am Tage, zwischen dem Spielen, oder Fressen. Er hockte sich einfach , wenn er den Ball in der Schnauze hatte hin und puschte.
Zack da war es passiert, obwohl wir gerade vor 10 Minuten vor der Tür waren.
Wir hatten Besuch und auf einmal dieses schlimme Geräusch. Wie ein laufender Wasserhahn nur auf dem Teppich.

Ich fand bei Welpen immer die Fellspitze an der "Pipe" , so nenne ich es mal hier, so niedlich, aber sie ist nicht mehr so niedlich, wenn sie nass ist, dann ist irgendwo in dem Raum ein kleiner See und dann fangen Erwachsene Menschen auf alle Vieren kriechend an, mit den Händen den Boden abzusuchen, wo diese Stelle nun sein möge. Manchmal peinlich, wenn Besuch da war.

Ein super Trick ist es, wenn der Hund sich löst, ihm ein Leckerli zu geben, dann merkt der wohl das es ja gar nicht so übel ist, draußen sein Geschäft zu verrichten. Nur muss man aufpassen, wenn man ein pfiffiges Kerlchen hat, nicht das er so tut als ob er sein Geschäft verrichtet. Den Fall hatten wir natürlich, Pepper hockte sich hin, pieselte natürlich nicht, kam hoch und schaute mich an und er bekam sein Leckerli. Es ging in die Wohnung er hockte sich hin und pieselte. Super Nummer, am Tage habe ich dann gesehen, wie er es machte und von da an bekam er nur etwas, wenn er auch wirklich alles erledigt hatte.


Pepper allein zu Haus:

Dieses ist das erste Bild, als ich mit Pepper das Allein sein übte. Am Anfang schrie Pepper herzzerreißend was aber täglich weniger wurde. Das zog sich über paar Wochen hin und die Zeit in der Pepper allein blieb verlängerte sich auch.
Heute gibt es absolut gar kein Problem, er bleibt alleine ohne einen Mucks.
Ein kleiner Tipp von mir, vergesst dieses Hasengitter und kauft gleich eine große Box, denn dieses Gitter überwindet der Hund nach dem zweiten Mal.

Ich war ein großer Gegner einer solchen Box, dachte immer es ist Tierquälerei, aber diese Box ist so groß das ich sogar mit meinen 1.77 M hineinpasse. Der Hund kann in der Box stehen , sich locker darin bewegen und inzwischen liebt er seine Box so, dass er auch alleine rein geht, wenn er seine Ruhe haben will und entspannt darin schläft.
Ich kann sie jedem empfehlen, der eine heile Wohnung vorfinden möchte, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt. Bei mir ist Pepper höchstens 3,5 Stunden am Tag in der Box. Sicherlich gibt es Ausnahmen,wo er mal länger drin bleiben muss, aber die sind schon sehr selten.

Heute brauchen beide Hunde keine Box mehr, sie bewegen sich frei im Haus und es wurde noch nie ein Möbelstück angebissen, oder etwas zerfetzt.Selbst Schuhe können wir stehen lassen , die werden einfach nicht mehr beachtet.

Lokalbesuche: Auch wenn man nun Hundebesitzer ist, möchte man trotzdem weiterhin ein geselliger Mensch sein, auch das verlangt Training mit dem Hund.
Der erste Besuch bei einem Italiener, war so was von fürchterlich, dass wir fast unser Essen mitgenommen hätten. Pepper hat die Besucher angesprungen, jeden lautstark begrüßt. Irgendwann lag er unter dem Tisch und fraß unsere Schuhsohlen und Schnürsenkel an, wir haben dieses nicht unterbunden, da wir froh waren, dass wir endlich essen konnten.
Der zweite Besuch war schon besser, da wir ein Schweineohr dabei hatten, jetzt geht es so lala aber so richtig ruhig ist er noch nicht.























Der Standort des Körbchen sollte gründlich überlegt sein.
Da wir auch gezwungen sind zu Hause zu arbeiten in unserem Arbeitszimmer, mussten wir eine Lösung finden, wie wir arbeiten können und gleichzeitig unser Energiebündel im Auge haben.
Hier die Bildliche Darstellung:























Das hat natürlich Vor- und Nachteile. Der Vorteil liegt hierbei, dass ich den Hund absolut im Blickfeld habe, der Nachteil besteht darin, dass der Hund alles im Blick hat.
Es werden Nachbarn begrüßt, früher bellender Weise, heute nur noch Schwanz wedelnd, da er ja nun alle kennt. Pepper wird auch von jedem begrüßt. Sobald er hört es ist jemand auf dem Parkplatz läuft er ins Arbeitszimmer, auch Nachts, springt mittlerweile locker alleine auf das Fensterbrett und schaut erst mal nach dem rechten. Sind es Fremde wird gebellt, Ordnung muss schon sein.























Der Hund darf niemals im Bett schlafen, das haben wir wohl vergessen.


Kennenlernen anderer Hunde: Wir hatten  Nachbarn,  die ebenfalls mit uns das Thema Hund leidenschaftlich teilen. Die beiden haben eine knuffige, gutmütige, sanfte, liebe Beageldame die sie aus dem Labor erworben haben.
Sally saß 7 lange Jahre im Labor und diente als Maschine für Beaglenachwuchs und ist dadurch etwas aus den Fugen geraten, was das Äußerliche angeht. Sie hat einen großen Sprung gemacht, von dem Tag als sie aus dem Labor kam, bis zum heutigen Tag. Man muss sich vorstellen dieser Hund kannte nichts, außer einem Käfig, dann wurde sie mit dem Leben konfrontiert, es war ein schwerer Weg für die beiden, die das aber mit viel Einfühlungsvermögen und Liebe dem Hund gegenüber gemeistert haben, so dass Sally jetzt ein prima Hund geworden ist, im Bereich des Möglichen.
Leider musste Sally, wir nennen sie auch Bifi bei Pepper ziemlich viel aushalten. Er treibt sie ganz schön und lässt sie so gut wie nie in Ruhe, wenn die beiden zusammen sind. Sally ist für Pepper die Freundin, er himmelte sie an, jaulte ihr nach und freute sich riesig, wenn sie die Treppe runter schaukelte.Durch Pepper hat sie aber auch einen richtigen Ruck bekommen und ist sehr viel lebhafter geworden.























Die Sally mit ihrem unschlagbarem Blick.
























Da liegen sie die beiden, wie zwei verliebte.


Ordnung muss sein: Der Hund hat seine eigene Vorstellung von Ordnung dieses schon mal vorweg.
Wir gehörten zu der Gattung die in einem aufgeräumten Haushalt lebten, was sich aber durch Pepper änderte. Wir mussten uns an den Umstand gewöhnen, dass wir vor dem Besuch aufräumen und nicht nach dem Besuch.
Schön zurecht gelegte Kissen auf dem Sofa gefallen dem Hund nicht, sie werden in einer wirren Anordnung auf dem Boden verteilt. Dazu gehören auch Stuhlkissen die halt für den Hund nicht auf den Stuhl gehören. Ebenso kann es schmerzhaft sein, wenn man auf Schweineohren tritt die wahllos auf dem Boden liegen, oder das Spielzeug.
Auch Jacken gehören einfach nicht auf den Bügel für den Hund und Schuhe die auf einem Schuhregal liegen, geht gar nicht für Pepper. Schuhe gehören für Pepper unter den Tisch, unter das Sofa und in den Garten, ab und an werden sie verbuddelt. Es kann auch passieren das man Sachen findet an unmöglichen Stellen. Der Salzstreuer kann schon mal im Blumentopf liegen.
Auch ein heikles Thema die Sache mit dem Toilettenpapier. Pepper hat die sogenannten Abrollphasen, so nennen wir sie. Mal lässt er das Toilettenpapier für eine gute Woche links liegen, was sich aber schlagartig wieder ändern kann. Er schnappt sich den Anfang der Rolle und rennt richtig schnell in den Essbereich und rennt wie verrückt ständig um den Esstisch herum. Wir wickeln dann immer auf was noch zu retten ist, der Rest wird weggeworfen.


Körperhygiene: Das Duschen wird eine ganz schnelle Angelegenheit, wenn man Besitzer eines Hundes ist. Der Hund mag, nein falsches Wort, er liebt Füße. Es gefällt ihm nicht wenn die Füße trocken sind, also werden diese feucht geleckt. Sind die Füße nass vom Duschen ist auch das ein Konflikt für den Hund, er fühlt sich berufen sie trocken zu lecken. Füße die eingecremt sind, ich möchte nicht weiter ins Detail gehen.
Echt schwer ist das Morgendliche anziehen, der Hund hängt so gut wie ständig an den Kleidungsstücken die man gerade anziehen möchte. Hat den Vorteil, dass man sportlicher wird, da man den Fuß hochreißt und in Sekundenschnelle in die Socke schlüpft. Die Hose ist auch recht schwierig, da der Hund die ganze Zeit über am Hosenbein zieht, während man sie hochzieht.
Es ist auch eine Seltenheit geworden trockene Socken anzuziehen, da der Hund sie ständig durch die Wohnung schleppt und wenn man sie dann wieder hat, ist es manchmal recht unangenehm.

Pepper tankt Energie


Zahnwechsel:Wie allen bekannt hat auch ein Welpe, sehr, sehr spitze Milchzähne und wir waren nicht unglücklich darüber, dass auch die Zeit kommt, wo diese spitzen Dinger man kann sie auch Waffen nennen ausfallen.
Es gab Zeiten da saßen wir mit einem Bauhandschuh auf dem Sofa, weil der Welpe auch immer diese blöde Angewohnheit hat, immer in die Hände spielerisch zu zwicken, oder in die Füße. Das macht Pepper auch noch heute , aber es tut nicht mehr so weh und man hat nicht mehr die vielen offenen Wunden an den Händen. Bei Martin war das viel schlimmer, als bei mir, vielleicht sind Hunde zu Männern etwas grober, keine Ahnung warum.
Wir haben 5 Milchzähne von Pepper gefunden, Schmerzen hatte er bei dem Wechsel absolut nicht.

Spiegel: Der Hund entdeckt sich ebenso, wenn er sein Spiegelbild erblickt. Zur Zeit haben wir das Problem, dass Pepper sich selbst an knurrt, eine riesen Bürste bekommt und bellt,dann in den Spiegel springt. Das tut er überall worin er sein Spiegelbild entdeckt, es kann die Eingangstür, der Kühlschrank, die Terrassentür sein. Es gibt wirklich viele Dinge in der Wohnung worin Pepper sich so sieht.
Anfangs fanden wir das total niedlich, obwohl wir jedes Mal fürchterlich zusammenzucken, weil der einen riesen Lärm dabei veranstaltet.

Jetzt "schlagen" wir zurück. Wir haben eine Blechdose mit 1 Euro Stücken darin und jedes Mal wenn Pepper anfängt, schütteln wir nur die Dose, er verbindet das mit dem Spiegel und nicht mit uns, da er uns dabei nicht sieht. Es wird viel besser, jetzt sind die Attacken so kurz von Pepper gegenüber dem Spiegel, dass wir es nicht mehr schaffen die Dose zu greifen, denn in dem Moment ist es wieder vorbei. Das geht echt in Sekundenschnelle bei Pepper, aber es wird deutlich weniger.
Hinzu kommt, dass man sich einfach damit abfinden muss, dass alle Scheiben in Nasenhöhe des Hundes vollgesabbert sind. Ab und an leckt Pepper mit der blanken Zunge über die Scheiben, vielleicht weil er selber nichts mehr sieht. Wir sind da entspannt, Hauptsache wir sehen noch ob es Tag , oder Nacht ist.
























Auto: Den Welpen soll man ja von Anfang an an das Auto fahren gewöhnen. Pepper hatte gar keine Probleme mit dem Auto, er fuhr von Anfang an sehr gern, trotz eines Missgeschicks tut er dieses immer noch. Anfangs schlief er immer im Auto, aber nun hat er die Körperhöhe erreicht und schaut eigentlich ständig beim Fahren raus.
Wir klemmten ihm seine Pfote ein, als wir die Kofferraumklappe zu schlugen und der Tierarzt musste ihm 2 Krallen ziehen, die abgeknickt waren. Pepper veranstaltete einen riesen Lärm, da es schon sehr schmerzhaft war. Er springt aber trotzdem noch sehr gern ins Auto und mittlerweile beherrscht er das Kommando sitz und somit passiert das auch nicht mehr. Vergessen hat er diesen Vorfall wohl nicht, denn  er sitzt auch immer am Gitter schön weit weg von der Klappe.